Aktuell


07.06.2017: Frauen im Westen durch Krebs deutlich gefährdeter

Mammographie-Screening wirkt bei Früherkennung von Brustkrebs

Prof. Dr. Walter Heindel, Direktor der Universitätsradiologie, leitet seit dem Bestehen das Referenzzentrum Mammographie am Universitätsklinikum Münster (UKM). Die jüngsten Krebsregisterdaten sind für ihn ein Hinweis auf die Wirksamkeit des Screenings bei der Früherkennung von Brustkrebs.

Münster – Für einige wenige Krebsarten bestehen nach wie vor deutliche Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern. So liegen Erkrankungs- und Sterberaten für Brustkrebs sowie Lungenkrebs bei Frauen im Westen deutlich höher als im Osten. Das geht aus dem jüngsten „Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland 2016“ des Zentrums für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut hervor, das zum Bundesgesundheitsministerium gehört. Aus diesem Anlass weist das Referenzzentrum für Mammographie am Universitätsklinikum Münster auf die Bedeutung der Früherkennung hin.

„Jährlich erkranken mehr als 70.200 Frauen in Deutschland neu an Brustkrebs. Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko. 17.500 Frauen sterben jedes Jahr daran. Dagegen hilft das 2005 in Nordrhein-Westfalen eingeführte und bundesweit etablierte digitale Mammographie-Screening“, sagt dessen Leiter Prof. Dr. Walter Heindel. Durch Maßnahmen der Krebsfrüherkennung können Vor- oder Frühstadien bestimmter Krebserkrankungen erkannt und daher frühzeitig behandelt werden. Ziel ist es, die Sterblichkeit an der entsprechenden Krebserkrankung zu senken sowie die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern.

Beim Brustkrebs, zu dessen Früherkennung das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening eingeführt wurde, liegt seit 2011 die Neuerkrankungsrate bei Tumoren im fortgeschrittenen Stadium in der Screening-Altersgruppe der Frauen von 50 bis 69 Jahren unter derjenigen vor Einführung des Programms. „Das wertet das Zentrum für Krebsregisterdaten als Hinweis auf den positiven Effekt des Screenings“, so Heindel.

Das vom münsterschen Referenzzentrum für Mammographie koordinierte Screening in Nordrhein-Westfalen umfasst 22 Einheiten an 85 Standorten in Rheinland und Westfalen. Dorthin werden Frauen alle zwei Jahre zur Röntgenuntersuchung eingeladen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten des Präventionsprogramms als Regelleistung. Pro Screening-Runde nahmen bisher in NRW mehr als 1,3 Mio. Frauen teil. In Folgerunden liegt inzwischen bei etwa 80 Prozent aller betroffenen Frauen kein Lymphknotenbefall mehr vor.


08.04.2016: Brustkrebs-Früherkennung durch Screening:
Häufiger aggressive Tumorvorstufen bei Älteren

Untersuchungsdaten von mehr als 700.000 Frauen kommen zu eindeutigem Ergebnis

Privatdozentin Dr. Stefanie Weigel, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Klinische Radiologie und des Referenzzentrum Mammographie am Universitätsklinikum Münster, forscht auf dem Gebiet der Brustkrebs-Früherkennung.

Seit Einführung der qualitätsgesicherten und flächendeckenden Brustkrebs-Früherkennung in Deutschland durch digitales Mammographie-Screening werden etwa doppelt so viele Tumorvorstufen – „ductale Carcinomata in situ“ (DCIS) – wie zuvor entdeckt. In diesem Stadium sind die Tumorzellen auf die Milchgänge der weiblichen Brust beschränkt und haben die Basalmembran noch nicht durchbrochen, so dass sie noch nicht metastasierend im Körper streuen können.

„Der potentielle Screeningvorteil, einen aggressiven Brustkrebs durch die Diagnose als Vorstufe und durch eine entsprechende Therapie zu verhindern, tritt häufiger unter älteren als unter jüngeren Teilnehmerinnen auf“, sagt Privatdozentin Dr. Stefanie Weigel, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Klinische Radiologie und des Referenzzentrum Mammographie am Universitätsklinikum Münster. Ausgewertet wurden die entdeckten Tumorvorstufen DCIS nach Kernmalignitätsgrad (hoch, intermediär und gering) und nach 5-Jahres-Altersgruppen zwischen 50 und 69 Jahren bei 733.905 Frauen, die in den Jahren zwischen 2005 und 2008 erstmals am Mammographie-Screening in Nordrhein-Westfalen teilgenommen hatten. Die höchste DCIS-Erkennungsrate ergab sich für die aggressivsten Vorstufe (hoher Kernmalignitätsgrad) bei Frauen zwischen 65 und 69 Jahren (0,8 pro 1.000 gescreenter Frauen im Vergleich zu 0,5 pro 1.000 gescreenter Frauen der jüngeren Altersgruppen von 50 bis 64 Jahre). Im Gegensatz dazu lag die Detektion des DCIS vom geringen Kernmalignitätsgrad in der ältesten Altersgruppe bei 0,4 pro 1.000 gescreenter Frauen. Die Daten wurden vom Epidemiologischen Krebsregister NRW erhoben.

Der Kernmalignitätsgrad des DCIS gilt als relevanter prognostischer Faktor hinsichtlich Wahrscheinlichkeit und Dauer bis zur Metastasierung. Zudem geht infolge molekulargenetischer Pfade das DCIS vom hohen Kernmalignitätsgrad tendenziell in eine aggressive Brustkrebserkrankung über. Nach derzeitigem Wissen entsteht aus dem DCIS vom hohen Kernmalignitätsgrad im Durchschnitt nach fünf Jahren invasiver Brustkrebs – mit Durchbrechung der Basalmembran -, während sich aus dem DCIS vom geringen Kernmalignitätsgrad durchschnittlich erst nach 15 Jahren ein invasives Karzinom entwickelt.

Die neuen Studienergebnisse zeigen, dass durch digitales Mammographie-Screening mit zunehmendem Alter immer häufiger biologisch relevante Brustkrebsvorstufen entdeckt werden, bevor sie in einen aggressiven invasiven Brustkrebs übergehen. Die systematische Brustkrebs-Früherkennung bewirkt durch diese Diagnosevorverlagerung einen Therapievorteil, da Chemotherapien von Mammakarzinomen des molekulargenetischen „high-grade Pfades“ vermieden werden können.

Literaturhinweis:

Digital Mammography Screening: Does Age Influence the Detection Rates of Low-, Intermediate-, and High-Grade Ductal Carcinoma in Situ?
S. Weigel, H. W. Hense, J. Heidrich, S. Berkemeyer, W. Heindel, O. Heidinger
Radiology, 2016 Mar;278:707–713. doi: 10.1148/radiol.2015150322


03.12.2015: Finissage der Ausstellung „Durchblick“ von Emmy Rindtorff

Künstlerin aus Recklinghausen hat ihre ungewöhnlichen Collagen und
Skulpturen aus Röntgenbildern in Münster augestetllt.

„Nervenkostüm“

Anlässlich der Zehnjahresfeier des Mammographie-Screening-Programms im Oktober hat die Künstlerin Emmy Rindtorff ihre ungewöhnlichen Kunstobjekte in Münster in der Referenzscreening-Einheit Königsstraße gezeigt. Aus analogen Röntgenbildern hat die Künstlerin Collagen und Objekte geschaffen, die sich thematisch humorvoll und hintersinnig mit dem Thema Mammographie und Früherkennung auseinandersetzen. So doppelsinnig der Titel der Ausstellung ist, regen alle Objekte zum Nachdenken an. Im Zentrum der wunderbar konzipierten Ausstellung steht das „Nervenkostüm“, das besonders viel Anklang fand: ein Kleid aus Röntgenbildern, aufgehängt auf einem Kleiderbügel, spielt auf die für Wartesituation vor der Röntgenuntersuchung an. Jetzt endet die Ausstellung in Münster. Aber das Interesse ist groß, die Kunstwerke von Emmy Rindtorff auch in anderen Städten zu präsentieren.


04.11.2015: Mammographie-Screening profitiert von wissenschaftlicher
Zusammenarbeit

Wirksame Hilfe im Kampf gegen Brustkrebs – Jubiläumsfeier in Münster

Zehn Jahre Mammographie-Screening in NRW feierten im Rathaus zu Münster (v. l.) Landtagsabgeordnete Susanne Schneider, Referenzzentrum-Leiter Prof. Dr. Walter Heindel, Ministerin Svenja Schulze, Landtagsabgeordneter Günter Garbrecht, Bürgermeisterin Karin Reismann, Prof. Dr. Hans-Werner Hense und Landtagsabgeordneter Thomas Marquardt.

Münster – Jährlich erkranken mehr als 70.200 Frauen in Deutschland neu an Brustkrebs. Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko. 17.500 Frauen sterben jedes Jahr daran. Dagegen ist das vor zehn Jahren in Nordrhein-Westfalen eingeführte und inzwischen bundesweit etablierte, digitale Mammographie-Screening eine wirksame Hilfe. Das betonten alle Redner bei der Jubiläumsfeier des Referenzzentrums für Mammographie im Rathaus.

Dessen Leiter Prof. Dr. Walter Heindel betonte die starke Screening-Struktur in Nordrhein-Westfalen, wo es 22 Screening-Einheiten an 85 Standorten gibt. Dorthin werden Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre zur Röntgenuntersuchung eingeladen. Pro Screening-Runde nahmen in NRW mehr als 1,3 Mio. Frauen teil. In Folgerunden liegt inzwischen bei etwa 80 Prozent aller betroffenen Frauen kein Lymphknotenbefall mehr vor.

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze MdL machte auf die ständige Weiterentwicklung und die enge wissenschaftliche Begleitung durch das münstersche Referenzzentrum für das Programm in Nordrhein-Westfalen aufmerksam. In Münster seien damals drei Einrichtungen etabliert worden, die eine aktuelle wissenschaftliche Begleit- und Evaluationsforschung ermöglichen: Erstens die Gründung des Referenzzentrums Mammographie am Institut für Klinische Radiologie des Universitätsklinikums Münster im Oktober 2005 und der Start der ersten Mammographie-Screening-Einheiten in Deutschland. Zweitens die Etablierung des flächendeckenden Epidemiologischen Krebsregisters NRW durch das Land und beteiligte Gesellschafter aus dem Gesundheitswesen im Juni 2005, das mit innovativen Meldetechniken rasch zum größten Krebsregister Europas ausgebaut wurde. Und drittens die enge Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl „Klinische Epidemiologie“ am Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität. Dadurch werde eine ständige Verbesserung des Screenings erreicht. Auch wenn etwa die Hälfte aller Frauen der Einladung folge, so sei die Teilnahme noch ausbaufähig wie in den benachbarten Niederlanden, sagte Ministerin Schulze.

Bürgermeisterin Karin Reismann war schon vor zehn Jahren beim Start des deutschlandweit ersten Screenings in Münster dabei und nimmt seitdem persönlich alle zwei Jahre an dem Programm teil, wie sie bei der Feier sagte. Sie plädierte dafür, auch Frauen mit über 69 Lebensjahren einzubeziehen.

Für den Epidemiologen Prof. Dr. Hans-Werner Hense zeigen die aktuellen Ergebnisse eine positive Programmwirkung. Die enge Kooperation wissenschaftlicher Einrichtungen in Münster habe sich in den vergangenen zehn Jahren bewährt. Die begleitende Forschung zum Mammographie-Screening in NRW nannte Hense vielfältig, aktuell und methodisch fundiert. Die konstant hohe Qualität in der Durchführung und die Nutzung der umfassenden fachwissenschaftlichen Kompetenz eröffnen aus seiner Sicht Perspektiven für neue Verfahren von Evaluation und Früherkennung.

Anlässlich des Jubiläums läuft noch bis zum kommenden Freitag (6. November) in den Münster Arkaden die Ausstellung „Mitten im Leben“. Parallel dazu können sich Frauen an einem Infostand über das Screening-Programm informieren. Im Vortragsraum des Picasso-Museums gibt es am Schlusstag Schnupperkurse von Yoga bis zu gesunder Ernährung. Ein Mammobil steht am Stadthaus 1 in der Klemensstraße.


03.11.2015: Zehn Jahre Mammographie-Screening in NRW:
Ministerin Schulze gratuliert

Studie der Uniklinik Münster: Brustkrebs-Früherkennung verbessert
Heilungschancen – Weniger große Tumore

Die regelmäßige Teilnahme am Mammographie-Screening senkt das Risiko für fortgeschrittenen Brustkrebs. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Referenzzentrums Mammographie am Universitätsklinikum Münster. Nordrhein-Westfalen war vor zehn Jahren bundesweit Vorreiter bei der Einführung des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms – und nimmt in der wissenschaftlichen Evaluation eine herausragende Stellung ein. Wissenschaftsministerin Svenja Schulze gratulierte beim Festakt im Historischen Rathaus Münster zum Jubiläum.

"Das Referenzzentrum Münster ist in Deutschland das einzige, das an eine Universitätsklinik angeschlossen ist. Darauf können wir stolz sein", sagte Ministerin Schulze. "Die wissenschaftliche Begleitung trägt dazu bei, dass das Screening stetig besser wird. Schon jetzt belegt die Evaluation den Nutzen für die Teilnehmerinnen. Das ist wichtig, wenn es darum geht, noch mehr Frauen vom Mammographie-Screening zu überzeugen – und die Heilungschancen zu erhöhen."

2002 hat der Deutsche Bundestag die Einführung eines qualitätsgesicherten und flächendeckenden Mammographie-Screening-Programms beschlossen. Das Referenzzentrum am Universitätsklinikum Münster nahm 2005 als erstes von bundesweit fünf Referenzzentren in Deutschland die Arbeit auf und hat von Anfang auf die digitale Technik gesetzt. Es ist für die Koordination, Qualitätssicherung, Evaluation und wissenschaftliche Begleitung des Programms in NRW zuständig.

So wurden in einer Studie aus Münster die bei mehr als 37.000 Mammographien aufgefundenen Tumore analysiert. Es konnte nachgewiesen werden, dass bei Folgeuntersuchungen signifikant weniger Tumore in fortgeschrittenem Stadium entdeckt werden als bei Erstuntersuchungen – insbesondere bei Frauen zwischen 60 und 69 Jahren. Damit wird ein Kernziel des Früherkennungsprogramms erreicht: Regelmäßige Teilnahme am Screening-Programm führt dazu, dass Brustkrebs bereits in einem frühen Stadium entdeckt wird und behandelt werden kann. Weniger fortgeschrittene Tumore gehen neben einer verbesserten Prognose auch mit schonenderen Behandlungsmöglichkeiten einher. Immer häufiger kann die Brust erhalten und auf eine Chemotherapie verzichtet werden.

Bundesweit haben zehn Millionen Frauen Anspruch auf eine Mammographie-Untersuchung im Rahmen des Screenings – über zwei Millionen in NRW.

Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebsart – jährlich erkranken daran bundesweit über 70.000 Frauen, 17.500 sterben daran.


23.10.2015: Wiederholtes Mammographie-Screening sichert
effektive Früherkennung

Neue Studie aus Münster: Regelmäßige Teilnahme verbessert Prognose im Erkrankungsfall

Münster – Jährlich erkranken mehr als 70.200 Frauen in Deutschland neu an Brustkrebs. Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko. 17.500 Frauen sterben jedes Jahr daran. Dagegen ist das vor zehn Jahren in Nordrhein-Westfalen eingeführte und inzwischen bundesweit etablierte, digitale Mammographie-Screening eine wirksame Hilfe. Das ist das Fazit einer neuen Studie aus Münster.

Erstmals wurde in Deutschland die Zweijahreserkrankungsrate fortgeschrittener Brustkrebsstadien nach Teilnahme am Folgerunden-Screening durch das Epidemiologische Krebsregister NRW analysiert. Demnach zeigt sich unter Folgerunden-Teilnehmerinnen eine signifikant niedrigere 2-Jahres-Neuerkrankungsrate fortgeschrittener Tumorstadien im Vergleich zu Erstteilnehmerinnen – anders ausgedrückt: Große Tumore und/oder Erkrankungen mit Absiedlungen nehmen ab.

Die Senkung der Neuerkrankungsrate fortgeschrittener Tumorstadien ist der relevanteste Effektivitäts-Parameter für ein Brustkrebs-Früherkennungsprogramm, bevor der Einfluss auf die Tumor-bedingte Sterblichkeit ausgewertet werden kann.

Die Ergebnisse der aktuellen Studie stellten Prof. Dr. Walter Heindel, Leiter des Referenzzentrums und Direktor des Instituts für Klinische Radiologie und Privatdozentin Dr. Stefanie Weigel, ärztliche Mitarbeiterin des Referenzzentrums, am Freitag (23. Oktober) im Referenzzentrum Mammographie am Universitätsklinikum Münster vor.

„Die Ergebnisse belegen die hohe Qualität des Mammographie-Screenings. Im Unterschied zum grauen Screening sind Qualität und Effektivität messbar“, so Prof. Heindel. Günstigere Tumorstadien gehen neben einer verbesserten Prognose auch mit mehr Lebensqualität für die betroffenen Frauen einher. Immer häufiger kann die Brust erhalten und auf eine Chemotherapie verzichtet werden.

Downloads zum Pressegespräch

16.10.2015: Ausstellung „Durchblick“ in der
Referenz-Screening-Einheit an der Königsstraße

„Nervenkostüm“

Münster – Am kommenden Donnerstag (22. Oktober) wird um 18 Uhr die Ausstellung „Durchblick“ in den Räumen der Referenz-Screening-Einheit an der Königsstraße 43 a (Durchgang Oerscher Hof) eröffnet. Gezeigt werden Bilder und Installationen der Künstlerin Emmy Rindtorff (Recklinghausen, http://emmyrindtorff.de), die ausrangierte Röntgenaufnahmen verarbeitet hat.

Die Ausstellung findet bis zum 6. November im Rahmen des zehnjährigen Mammograhpie-Screenings in NRW zur Früherkennung von Brustkrebs statt. In den beiden Screening-Einheiten Münster-Nord/Warendorf und Münster-Süd/Coesfeld wurden im Jahr 2005 die ersten Frauen im Rahmen der Regelversorgung zur Früherkennung eingeladen. Univ.-Prof. Dr. med. Walter Heindel, Leiter des Referenzzentrums Mammographie am Universitätsklinikum Münster und Direktor des Instituts für Klinische Radiologie, wird die Gäste begrüßen. Die Kunsthistorikerin Simone Fechner erläutert die Ausstellung.


13.10.2015: Screening hilft wirksam gegen Brustkrebs

Programm für Nordrhein-Westfalen besteht seit zehn Jahren

Prof. Dr. Walter Heindel, Direktor der Universitätsradiologie,
leitet seit dem Bestehen auch das Referenzzentrum
Mammographie am Universitätsklinikum Münster (UKM).
Im Oktober 2015 gibt es das Screening-Programm seit
zehn Jahren.

Münster – „Durch Früherkennung ist wirksame Hilfe gegen Brustkrebs möglich.“ Das ist die Bilanz von Prof. Dr. Walter Heindel, Leiter des Referenzzentrums Mammographie am Universitätsklinikum Münster und Direktor des Instituts für Klinische Radiologie. Seit Einführung des digitalen Mammographie-Screenings 2005 konnten erwiesenermaßen mehr kleine, nicht tastbare Mammakarzinome ohne Lymphknoten-Metastasierung und potentiell gefährliche Brustkrebs-Vorstufen entdeckt werden als je zuvor. Es zeichne sich zudem ab, dass bei Frauen, die regelmäßig am Mammographie-Screening teilnehmen, fortgeschrittene Tumorstadien abnehmen.

Das Referenzzentrum in Münster kann in diesem Herbst auf zehn Jahre Mammographie-Screening für Nordrhein-Westfalen zurückblicken. Damals startete das Programm bundesweit. In den beiden Screening-Einheiten Münster-Nord/Warendorf und Münster-Süd/Coesfeld wurden damals die ersten Frauen im Rahmen der Regelversorgung zur Früherkennung eingeladen. Bereits vor dem Start der ersten beiden Screening-Einheiten hatte am Universitätsklinikum Münster das erste Referenzzentrum seine Arbeit aufgenommen. Es begleitet und beaufsichtigt das gesamte Screening in Nordrhein-Westfalen.

Zum zehnten Jubiläum hat das Referenzzentrum Mammographie mehrere Aktionen in Münster geplant:

Donnerstag, 22. Oktober, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Durchblick“ von Emmy Rindtorff (Recklinghausen) in der Referenzscreening-Einheit an der Königsstraße. Die Künstlerin verarbeitet ausrangierte Röntgenaufnahmen zu Bildern und Installationen.

Freitag, 23. Oktober, 11 Uhr
Pressekonferenz im Referenzzentrum Münster, Albert-Schweitzer-Campus 1 (Gebäude A1).
Downloads zum Pressegespräch

Montag, 26. Oktober – Freitag, 6. November
Ausstellung „Mitten im Leben“ in den Münster-Arkaden der Innenstadt (Prinzipalmarkt – Königsstraße – Ludgeristraße). Parallel dazu können sich Frauen an einem Infostand über das Screening-Programm informieren.

Dienstag, 3. November, 19 Uhr
Festakt Zehn Jahre Referenzzentrum Mammographie Münster im historischen Rathaus, Prinzipalmarkt.

Freitag, 6. November
Im Vortragsraum des Picasso-Museums in den Münster-Arkaden Schnupperkurse von Yoga bis zu gesunder Ernährung. Mammobil am Stadthaus 1, Klemensstraße.


02.02.2015: Krebs ist keine Frage des Zufalls

Referenzzentrum Mammographie warnt vor Irreführung –
Brustkrebs dank Screening erkennbar und rechtzeitig zu heilen –
Weltkrebstag am 4. Februar

„Brustkrebs lässt sich frühzeitig entdecken und ist
keine Frage des Zufalls“, sagt der münstersche Mediziner
Prof. Dr. Walter Heindel. Der Direktor
der Universitätsradiologie leitet auch das Referenzzentrum
Mammographie am Universitätsklinikum Münster (UKM).

Münster – Schlagzeilen und Medienberichte der vergangenen Wochen, denen zufolge Krebserkrankungen eine Frage des Zufalls sein sollen, weist das Referenzzentrum Mammographie am Universitätsklinikum Münster (UKM) als leichtfertige und gefährliche Irreführung der Öffentlichkeit zurück. Tatsächlich ist durch Früherkennung wirksame Hilfe möglich.

„Es besteht die Gefahr, dass Menschen auf die falsche Fährte geführt werden, gegen die Bedrohung von Tumorerkrankungen wie beispielsweise Brustkrebs lasse sich nichts machen. Das Gegenteil ist richtig“, sagt Prof. Dr. Walter Heindel, Leiter des Referenzzentrums Mammographie am Universitätsklinikum Münster und Direktor des UKM-Instituts für Klinische Radiologie, anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar. Seit Einführung des digitalen Mammographie-Screenings vor zehn Jahren konnten erwiesenermaßen mehr kleine, nicht tastbare Mammakarzinome ohne Lymphknoten-Metastasierung und potentiell gefährliche Brustkrebs-Vorstufen entdeckt werden als je zuvor, so Heindel über die Erfolgschancen. Inzwischen zeichnet sich zudem ab, dass bei Frauen, die regelmäßig am Mammographie-Screening teilnehmen, fortgeschrittene Tumorstadien abnehmen.

Wissenschaftliche Untersuchungen des münsterschen Referenzzentrums haben gezeigt, dass ein sehr hoher Anteil der im flächendeckenden Screening entdeckten so genannten DCIS-Fälle (duktale Carcinoma in situ = Brustkrebsvorstufe) dem gefährlicheren Typus zuzurechnen ist. Diese Fälle werden sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in wenigen Jahren zu einem invasiven Brustkrebs mit Gefahr einer Ausstrahlung auf weitere Organe entwickeln. In Münster konnten schon in den ersten Jahren der systematischen Brustkrebs-Früherkennung bei der weltweit größten Zusammenstellung mehr als 1000 DCIS-Fälle analysiert werden. Professor Heindel: „Frauen mit Brustkrebs konnte dank aktiver Früherkennung durch Screening geholfen werden, statt sie mit einem Kann-man-nichts-machen-Achselzucken zu entmutigen.“


22.10.2014: Neue Maßstäbe in der Überwachung von Strahlenexposition
und Bildqualität – Preis für Patientensicherheit geht nach Münster

Auf der diesjährigen Tagung der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik (DGBMT) in Hannover wurde Jörg Czwoydzinski, M.Sc., IT-Leiter im Referenzzentrum Mammographie des Universitätsklinikums Münster, mit dem 2. Preis für Patientensicherheit in der Medizintechnik ausgezeichnet.

Gemeinsam mit dem Medizinphysiker Dipl.-Ing. Alexander Sommer und dem Leiter des Bereichs Medizinische Physik Dipl.-Ing. Horst Lenzen hat der IT-Experte Jörg Cwoydzinski eine Zentrale Online-Qualitätssicherung für die im Mammographie-Screening eingesetzten Röntgengeräte entwickelt und in über 60 Screening-Einheiten bundesweit eingeführt. Von der neuentwickelten Software im Referenzzentrum Münster profitieren vor allem die Frauen, die am Mammographie-Screening teilnehmen.

Das System ermöglicht erstmals die ständige Überwachung von Strahlenexposition und Bildqualität durch die Experten des Referenzzentrums, auch für weit entfernte Mammographie-Geräte. Dies ermöglicht einerseits eine gezielte Beratung durch Fachleute, anderseits kurze Reaktionszeiten im Fehlerfall. Die engmaschige Kontrolle der Strahlenexposition durch ein zentrales Expertengremium sorgt für eine deutliche Erhöhung der Patientensicherheit und könnte richtungsweisend für zukünftige Qualitätsverbesserungen in der Medizin sein.

Der Preis für Patientensicherheit in der Medizintechnik, wird jährlich von der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE und dem Aktionsbündnis für Patientensicherheit vergebenen. Der Preis richtet sich an den wissenschaftlich-technischen Nachwuchs in Forschungseinrichtungen, Kliniken und in der Industrie. Prämiert werden Technologien, Systeme und/oder Prozesse beziehungsweise deren Gestaltung, die eine erhebliche Verbesserung der Patientensicherheit in einem überschaubaren Zeitraum erwarten lassen.


14.02.2014: Steigende Entdeckung von biologisch relevanten
Brustkrebsvorstufen durch digitales Mammographie-Screening

Die Diagnosehäufigkeit von Subtypen des duktalen Carcinoma in situ (DCIS) in der Implementierungsphase des digitalen Mammographie-Screening-Programms in Nordrhein-Westfalen wurde wissenschaftlich analysiert und in der Fachzeitschrift Radiology veröffentlicht (Link siehe unten).

Das Team des Referenzzentrums Mammographie am Universitätsklinikum Münster und des Krebsregisters NRW konnten anhand einer umfangreichen Fallzahl den Charakter der DCIS-Subtypen untersuchen:

In Nordrhein-Westfalen konnten aus der Startphase des Krebsfrüherkennungsprogramms aus den Jahren 2005 bis 2008 mehr als 1000 diagnostizierte DCIS-Fälle und damit die größte Zusammenstellung aufgearbeitet werden.

Beim DCIS handelt es sich um eine nicht-invasive Vorläuferläsion des invasiven Karzinoms (Brustkrebs), die sich in den Milchgängen ausbreitet. Diese Krebsvorstufen werden anhand der feingeweblichen Untersuchung in drei etablierte Kategorien (Kernmalignitätsgrad) unterteilt: gering, intermediär und hoch. Die Zeit für die Entwicklung zu einem invasiven Karzinom beträgt für den geringen Kernmalignitätsgrad im Mittel 15 Jahre, für den hohen Kernmalignitätsgrad hingegen 5 Jahre.

Die Studie belegt, dass im Falle einer Zunahme der DCIS-Detektionsrate vor allem DCIS-Erkrankungen vom intermediären und hohen Kernmalignitätsgrad entdeckt werden. Die wissenschaftliche Untersuchung weist nach, dass nur etwa 17% der diagnostizierten DCIS-Fälle dem geringen Kernmalignitätsgrad zuzuordnen sind. Bei einem Anstieg der DCIS-Detektionsrate in den Screening-Einheiten nimmt der biologisch langsam progrediente Subtyp kaum zu und macht maximal 4,7 % aller im Screening diagnostizierten Krebserkrankungen aus.

Durch diese Studie können Befürchtungen relativiert werden, dass durch die Einführung des digitalen Mammographie-Screenings und der damit verbundenen häufiger gestellten DCIS-Diagnosen in großem Maße biologisch weniger relevante Formen diagnostiziert werden.

Veröffentlichung aufrufen

14.11.2013: Die Bürgermeisterin von Münster beteiligt sich
an der Fotoaktion "Ich bin dabei"

Am 14. November haben sich Frauen, die am Screening-Programm teilnehmen, in der Referenz-Screening-Einheit Münster-Nord fotografieren lassen. Bei der bundesweiten Mitmachaktion "Ich bin dabei" werden die Porträts mit persönlichem Zitat auf die Webseite www.mammo-ich-bin-dabei.de gestellt und sollen andere Frauen ermutigen, die Chancen der Früherkennung von Brustkrebs für sich zu nutzen. Auch die Bürgermeisterin von Münster, Frau Wendela-Beate Vilhjalmsson, unterstützt diese Aktion und hat sich für diese Kampagne fotografieren lassen.

24.10.2013: Neue Prüfvorschrift der Referenzzentren für die
Niedrigkontrastauflösung

Nach Einführung der neuen DIN 6868-162 als Nachfolger der PAS war es notwendig auch die Prüfanleitung der Referenzzentren den neuen Gegebenheiten anzupassen.
Alle Prüfer von Herstellern etc. müssen ihre Messungen an Mammographiegeräten nach diesen Vorgaben durchführen. Die Prüfanleitung wurde unter Federführung von Dipl.-Ing. Alexander Sommer, Referenzzentrum Münster, erarbeitet und behandelt erstmals auch die automatische Auswertung
von Prüfaufnahmen.

Download Prüfanleitung

16.07.2013: Mariele Millowitsch unterstützt die Brustkrebs-Früherkennung
durch Mammographie-Screening in Nordrhein-Westfalen

Foto: Ilona Klimek

Das Referenzzentrum Mammographie am Universitätsklinikum Münster hat die Kölner Schauspielerin Mariele Millowitsch als Schirmherrin für das Mammographie-Screening-Programm in Nordrhein-Westfalen gewonnen.

Mariele Millowitsch ist einem breiten Publikum vor allem durch ihre Hauptrollen in den Fernsehreihen „Girl-Friends“ und „Nikola“ bekannt geworden ist. Ihre Schauspielerkarriere begann früh beim familieneigenen Millowitsch-Theater in Köln. Nach einem Studium der Tiermedizin in München holte sie Kay Lorenz zum Düsseldorfer „Kom(m)ödchen“, wo sie ihre Lust am Theater wiederfand. Nach ihrer Promotion wendete sie sich endgültig der Schauspielerei zu.

Mariele Millowitsch, die in ihrem engsten Umfeld mehrere Fälle von Brustkrebs miterlebt hat, unterstützt dieses wichtige Krebsfrüherkennungsprogramm und rät Frauen, diese Chance für sich zu nutzen.

25.09.2012: Der Landtag NRW zeigt die Ausstellung "Mitten im Leben"

Die Landtagspräsidentin Carina Gödecke hat am 25. September die Ausstellung „Mitten im Leben“ eröffnet. Die großformatigen Porträts von Bettina Flitner werden bis zum 5. Oktober im Foyer des Landtags zu sehen sein.

22.08.2012: Beitrag in der Tagesschau: Kampf gegen den Krebs

Zum Beitrag

28.06.2012: Univ.-Prof. Dr. Walter Heindel ist der Co-Kongresspräsident
der Fachtagung der Gesellschaft für Senologie 2012
Univ.-Prof. Dr. Walter Heindel, Direktor der Klinischen Radiologie und Leiter des Referenzzentrums Mammographie am Universitätsklinikum Münster wurde vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) und der Leitung des wissenschaftlichen Programmkomitees der 32. Jahrestagung zum Co-Kongresspräsidenten gewählt. Die nächste Jahrestagung der DGS findet vom 05. Juli bis zum 07. Juli 2012 in den Räumen der Messe Stuttgart statt. Erwartet werden wieder mehr als 4000 Teilnehmer. Die Deutsche Gesellschaft für Senologie ist die wichtigste interdisziplinäre Fachgesellschaft zum Erfahrungsaustausch und zur Weiterentwicklung der Diagnostik von Brusterkrankungen und ihren Heilungsmöglichkeiten.

07.03.2012: Vortrag von Dr. Freerk Baumann

Die Macht des Laufens.
Über die Heilkraft von Bewegung und Sport auf unsere Gesundheit.

Freerk Baumann erhielt 2011 den Gesundheitspreis Pulsus für sein Wanderprojekte mit Krebspatienten in der Kategorie: Kampagne des Jahres. Der engagierte Wissenschaftler arbeitet am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln mit dem Forschungsschwerpunkt Bewegung, Sport und Krebs. Seine Studien beschäftigen sich mit der Heilkraft von Bewegung und ihren positiven Einfluss auf die Stärkung unserer körperlichen Abwehrkräfte. Freerk Baumann konnte nachweisen, dass auch für Menschen, die schwer erkrankt sind, Wanderungen über Wochen für die Gesundheit von größter Bedeutung sind.

Datum/Uhrzeit:
7. März um 18 Uhr

Veranstaltungsort:
Stadtweinhaus, Prinzipalmarkt 8 -9, 48143 Münster
Hauptausschusszimmer, 1. Stock, Eingang zwischen den Gaststätten Pfefferkorn und Stuhlmacher

Eintritt frei

Veranstalter:
Referenzzentrum Mammographie
am Universitätsklinikum Münster

01.10.2011: Die Parfümerie Douglas setzt ein Zeichen gegen Brustkrebs

Seit Jahren unterstützt die Kosmetikfirma Douglas Initiativen, die sich für die Früherkennung von Brustkrebs einsetzen. In diesem Jahr engagiert sich Douglas auf Anregung des Referenzzentrums Mammographie am Universitätsklinikum Münster in Münster. Im Brustkrebsmonat Oktober werden die Schaufenster der beiden Filialen von der Parfümerie-Kette Douglas am Prinzipalmarkt und in der Ludgeristraße rosa geschmückt, um ein Zeichen gegen Brustkrebs zu setzen. Außerdem erhalten Kundinnen in den vier Wochen gratis die von der bekannten Kölner Karikaturistin Franziska Becker entworfene Postkarte, die humorvoll auf das Mammographie-Screening-Programm aufmerksam macht.

21.09.2011: Postkarte für den Brustkrebsmonat Oktober 2011

Die bekannte Karikaturistin Franziska Becker hat für das Mammographie-Screening-Programm mehrere Postkartenmotive entworfen. Die erste Postkarte hat das Referenzzentrum Münster für den Brustkrebsmonat Oktober 2011 in den Druck gegeben. Die renommierte Zeichnerin Franziska Becker ist mit zahlreichen Preisen für ihre humorvollen Karikaturen geehrt worden, u.a. hat sie den wichtigsten deutschen Preis, den Max und Moritz-Preis, erhalten, der sie als beste Comic-Zeichnerin ehrt. Liebevoll und humorvoll werden in den Zeichnungen von Franziska Becker Frauen mit ihren Ticks und Eigenarten dargestellt. Die Karikaturen der Kölner Künstlerin greifen alle großen Fragen auf, die Frauen bewegen. Gesundheitsthemen gehören selbstverständlich dazu. Für das Thema Mammographie-Screening hat sich Franziska Becker auch aus ihrer früheren beruflichen Tätigkeit als MTRA interessiert. Die Postkarte „Ich gehe, ich gehe nicht, ich gehe“ kann über das Referenzzentrum gegen einen Unkostenbeitrag erworben werden.

10.06.2011: Fortbildung für Zentrale Stellen

Am 27. Mai und am 10. Juni haben die Mitarbeiterinnen der beiden Zentralen Stellen aus Nordrhein-Westfalen im Referenzzentrum Münster an einer Fortbildung teilgenommen. Dieses Angebot des Referenzzentrums diente dazu, vor allem auf die Fragen einzugehen, mit denen die Mitarbeiterinnen der Zentralen Stellen täglich konfrontiert werden.

24.09.2010: Fotoausstellung „Mitten im Leben“ an der Radstation Münster eröffnet!

Am 24. September wurde im Beisein der NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und der Schauspielerin Mechthild Großmann, bekannt vor allem in ihrer Rolle als Staatsanwältin im Münsteraner Tatort, die wohl ungewöhnlichste Fotoausstellung in Münster eröffnet. Das Referenzzentrum Mammographie am Universitätsklinikum Münster hat anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Mammographie-Screening-Programms die international renommierte Fotokünstlerin Bettina Flitner gewonnen, 12 Frauen im Screening-Alter zu porträtieren, also Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren. Die schwarz-weiß-Bilder zeigen Frauen mit sehr unterschiedlichen biographischen Geschichten, zusammengefasst in einem persönlichen Zitat. Bis zum 29. Oktober werden die Fotobanner von Bettina Flitner an der Radstation am Hauptbahnhof Münster zu sehen sein.

Fotograf: Oliver Werner Fotograf: Oliver Werner

18.05.2010: Fünf Jahre Mammographie-Screening

In Berlin ist am 18. Mai anlässlich der Feier zum fünfjährigen Bestehen des Mammographie-Screening-Programms im Beisein des Bundesministers für Gesundheit die Ausstellung "Mitten im Leben" eröffnet worden. Die renommierte Photokünstlerin Bettina Flitner, die vor allem durch ihre Portraitarbeiten bekannt geworden ist, hat 12 Frauen im Screening-Alter fotografiert. Die großformatigen schwarz-weiß Bilder zeigen Frauen, die mit ganz persönlichen Aussagen zu ihrem Leben und Wünschen zu Wort kommen und die trotz ihrer sehr unterschiedlichen Lebensgeschichten alle Stärke und Selbstbewusstsein ausstrahlen. Diese ungewöhnliche Ausstellung wird am 24. September in Münster im Beisein der Künstlerin zum ersten Mal im öffentlichen Raum gezeigt.


08.03.2010: Natürliche und medizinische Ressourcen gegen Krebs

Mit Naturheilverfahren, gesunder Lebensführung und Früherkennung Krebserkrankungen entgegenwirken. Es gibt drei Säulen, auf die jeder Mensch achten kann, um möglichst lange gesund zu bleiben: Regelmäßige Bewegung, eine gesunde, ausgewogene Ernährung und genügend Entspannung. Mit einer richtigen und guten Früherkennung lassen sich außerdem viele fortgeschrittene Krebserkrankungen verhindern.
An diesem Informationsabend erläutert Prof. Hans- Josef Beuth die Grundansätze der ganzheitlichen Medizin und bietet eine Orientierungshilfe, welche Verfahren aus einer großen Palette von naturheilkundlichen Maßnahmen vorbeugend gegen Krebs sinnvoll eingesetzt werden können. Im Anschluss wird Frau Dr. Stefanie Weigel Ergebnisse einer aktuellen Studie des Referenzzentrums vorstellen: Mit der Einführung des Mammographie-Screenings im Münsterland seit 2005 konnten deutlich mehr Tumore im Frühstadium diagnostiziert werden und damit auch die Heilungschancen der betroffenen Frauen verbessert werden.

Referent/-innen:
Prof. Dr. Hans- Josef Beuth, Institut für Naturheilverfahren, Universität Köln
Dr. Stefanie Weigel, Referenzzentrum für Mammographie, UKM
Termin: Montag, 08.03.2010, 19 Uhr:
Ort: Gesundheitshaus, Gasselstiege 13, 48159 Münster, Raum 401
Der Eintritt ist frei.

Der Informationsabend ist eine Kooperationsveranstaltung des Referenzzentrum für Mammographie und der Krebsberatungsstelle des Tumor-Netzwerk im Münsterland e.V.. Nähere Informationen gibt es dort unter 0251-625 620 10.

20.11.2009: Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Laumann zu den aktuellen
Zahlen und Daten des Mammographie-Screening-Programms in NRW

Das Referenzzentrum in Münster hat am 20. November im Beisein von Gesundheitsminister Laumann und Vertretern der Krankenkassen sowie der Kassenärztlichen Vereinigung aus Nordrhein-Westfalen eine Pressekonferenz zu aktuellen Zahlen und Daten des Mammographie-Screening-Programms in NRW durchgeführt.
Seit der Einführung des Mammographie-Screening-Programms im Oktober 2005 haben 1,2 Millionen Frauen in NRW das Angebot zur Früherkennung von Brustkrebs wahrgenommen. Die Teilnahmerate lag 2005-2009 im Jahresmittel zwischen 52% und 59%. Die Anzahl der Teilnehmerinnen stieg von 115.815 in 2005/2006 über 367.221 in 2007 auf 519.425 in 2008. Im Jahr 2009 nahmen bis Ende Oktober bereits 461.624 Frauen teil.
Im Kalenderjahr 2008 wurden durch das Screening-Programm in NRW 4187 Brustkrebsfälle diagnostiziert, davon 3815 bei Erstuntersuchungen. Die Detektionsrate lag den Erwartungen entsprechend bei 0,83%.
28 % der entdeckten sogenannten invasiven Brustkrebserkrankungen hatten einen Tumordurchmesser unterhalb von einem Zentimeter (Europäischen Leitlinien 20%). Bei 74 % der erkrankten Frauen waren die Lymphknoten nicht befallen, wobei dieser Wert den Erwartungen entspricht. Diese Rate stieg in der Folgerunde: Bei Frauen, die an der zweiten Screeningrunde teilnahmen, waren in 94 % der invasiven Karzinome die Lymphknoten ohne Befund.
Auf der Pressekonferenz wurde außerdem die erste epidemiologische Studie der beiden Wissenschaftler des Universitätsklinikums Münster, Dr. Stefanie Weigel vom Referenzzentrum Mammographie und Prof. Dr. Hans-Werner Hense vom Krebsregister NRW, vorgestellt, die in der Dezemberausgabe 2009 der RöFo erscheint.

02.10.2009 - 21.10.2009: Ausstellung
"Aktion B - Nichts sollte Ihnen näher am Herzen liegen!"

Neun Künstlerinnen haben BHs bekannter Persönlichkeiten aus NRW künstlerisch bearbeitet und verfremdet. Witzig und ironisch werden "intime" Einblicke auf ein Kleidungsstück gewährt, das im Alltag nicht zur Schau getragen wird. Die Ausstellung will Frauen ansprechen, bewusster mit ihrem Körper umzugehen und sich stärker für das Thema Brustgesundheit zu interessieren.
Galerie König - Dependance, Königsstraße 43, 48143 Münster
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 12 - 20 Uhr

07.10.2009: Informationsveranstaltung zum Thema Brustgesundheit

Informationsveranstaltung des Referenzzentrums gemeinsam mit der AOK Rheinland/Hamburg und den Screeningeinheiten Köln Linksrheinisch und Rechtsrheinisch zum Thema Brustgesundheit.
u.a. Prof. Dr. H.J. Beuth "Gesundheit - keine Frage des Alters"
Moderation Angela Horstmann (Kölner Stadt-Anzeiger)
Ort: Clarimedes-Haus, AOK Rheinland/Hamburg
Domstr. 49-53
50668 Köln

22.08.2009: Das Referenzzentrum auf der Frauenbörse in Münster

Frauenbörse in Münster
[Foto: WN, Oliver Werner]

17.08.2009: Prof. Heindel in den Wissenschaftlichen Beirat
der Deutschen Gesellschaft für Senologie berufen

Univ.-Prof. Dr. Walter Heindel, Direktor des Instituts für Klinische Radiologie und Leiter des Referenzzentrums Mammographie am Universitätsklinikum Münster, ist in den Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Gesellschaft für Senologie gewählt worden. Die Deutsche Gesellschaft für Senologie ist die wichtigste und größte interdisziplinäre Fachgesellschaft für Ärzte in Deutschland, die sich mit der weiblichen Brust und ihren Erkrankungen beschäftigen.

05.05.2009: Referenzzentrum lädt zum 3. Industrieforum

Zum dritten Mal hat das Referenzzentrum Münster gemeinsam mit den übrigen Referenzzentren Deutschlands führende Vertreter von Ministerien und Industrie zu einer Tagung eingeladen. Die Konferenz fand in den Räumlichkeiten der Ärztekammer Westfalen-Lippe in Münster statt und diente dem Informationsaustausch aller Beteiligten Gruppen. Im Vordergrund standen Fragen des Strahlenschutzes und der Bildqualität von Mammographie-Systemen. Den Industrievertretern wurden dabei neue Messmethoden der Referenzzentren und eine in Münster entwickelte Software zur automatischen Kontrolle der Geräte vorgestellt.

27.04.2009 - 30.04.2009: Das Referenzzentrum Mammographie
ist Gastgeber der renommierten IBUS

Univ.-Prof. med. Walter Heindel, Leiter des Referenzzentrums Mammographie und Direktor des Instituts für Klinische Radiologie am Universitätsklinikum Münster hat in Kooperation mit der IBUS (International Breast Ultrasound School) vom 27. zum 30 April zu einer internationalen Schulungskonferenz zum Thema Brusterkrankungen eingeladen.
Die IBUS ist eine der renommiertesten Weiterbildungsgesellschaften im Bereich der Mammadiagnostik und bietet für Mediziner, die im Bereich der klinischen Brustdiagnostik oder im Mammographie-Screening tätig sind, hochqualifizierte interdisziplinäre Kurse zur Ultraschalldiagnose an.
In Münster sind die international bekannten Medizinforscher, wie z.B. Prof. Skaane aus Oslo oder Prof. Mundinger, Präsident der IBUS, vertreten. Neben den theoretischen Kursen zu epidemiologischen und pathologischen Fragen werden mit den Kursteilnehmern auch ganz praktische Übungen durchgeführt. In den Schulungsräumen stehen hochmoderne Ultraschallgeräte zur Verfügung, an denen die Fachmediziner, einzeln oder in Gruppen, ihr Wissen über die bildgebenden Verfahren mit Hilfe der Ultraschalltechnik verbessern können.
Bisher hat IBUS gemeinsam mit der Universität in Ferrara jährlich Weiterbildungsmodule im Bereich der Ulltraschalldiagnostik entwickelt. Zukünftig wird Univ.-Prof. Heindel und sein Team gemeinsam mit den italienischen Kollegen an der Konzeption der Schulungen beteiligt sein.
Damit baut die Universität Münster seine Stellung als wissenschaftlicher Standort für die Mammadiagnostik weiter aus und wird in Deutschland zu einem der wichtigsten Forschungszentren.

Auf dem Photo von links nach rechts:
Prof. Dr. Werner Böcker, Leiter des Pathologischen Instituts der Uniklinik
Prof. Dr. Walter Heindel, Uniklinik Münster
Prof. Dr. Alexander Muninger, Facharzt für Nuklearmedizin und Präsident von IBUS
Dr. Stefanie Weigel, Fachärztin für Radiologie, Uniklinik Münster

07.02.2009: Infoveranstaltung mit Übersetzung ins Türkische

Das Referenzzentrum Münster bietet die Möglichkeit, sich ausführlich über das Programm zur Früherkennung von Brustkrebs, das Mammographie-Screening, zu informieren. Besonders für interessierte Frauen, die Fragen in türkischer oder persischer Sprache stellen möchten, gibt es hierzu Gelegenheit.
Ort: Evangelische Studierendengemeinde Münster(ESG), Am Bruel 43, 48143 Münster (Erdgeschoss, rechter Raum)
Termin: 7. Februar 16:00 Uhr

03.11.2008: 19:00 00 Uhr im Historischen Rathaus der Stadt Köln

"Wir laden Sie ein! Früherkennung von Brustkrebs - eine Chance!"
Eröffnung: Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin der Stadt Köln
Grußwort: Univ.-Prof. Dr. Walter Heindel
Lesung: Alexandra von Stein "Der Feind in meiner Brust"
Unter diesem Motto lädt Univ.-Prof. Dr. Heindel vom Referenzzentrum Mammographie gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Köln, Fritz Schramma, Sie zu einer Diskussionsrunde mit Bettina Böttinger, Dr. Maria Beckermann, Frauenärztin, Henny Rijken, National Expert and Training Centre Nijmegen, Dr. Mathias Warm, Brustzentrum Uniklinik Köln, und Biggi Wanninger, Kabarettistin aus Köln, ein.

22.10.2008: Tag der offenen Tür beim Mammographie-Screening in Münster

16:00 - 18:00 Uhr
Das Team des Mammographie-Zentrums Münster lädt alle interessierten Frauen ein, sich über den Untersuchungsablauf beim Mammogarphie-Screening zu informieren. Lassen Sie sich anschließend mit einer Tasse Kaffee oder Getränk Ihrer Wahl im café arte verwöhnen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Ort: Königsstraße 43a (Am Oer'schen Hof)

16:00 - 18:00 Uhr
Infostand des Referenzzentrums Mammographie Münster in der Ludgeristraße auf der Höhe der Ludgerikirche rechts neben dem Blumenstand.

22.10.2008: Telefonaktion der Westfälischen Nachrichten

19:00 - 21:00 Uhr
Eine Experten- und Expertinnenrunde aus Münster wird Fragen zum Thema Früherkennung von Brustkrebs beantworten. Teilnehmen werden Herr Univ.-Prof Dr. Heindel, Leiter des Referenzzentrums Mammographie, Herr Dr. Dege, Oberarzt des Brustzentrums Clemenshospital, Frau Dr. Krause-Bergmann, Leiterin des Brustzentrums des St. Franziskus-Hospital, Frau Dr. Kuhlmann, niedergelassene Frauenärztin, Frau Spital, Leiterin der Screening-Einheit Münster-Süd, Frau Dr. Tio, Leiterin der Senologie am Uniklinikum Münster, und Frau Dr. Welling, Institut für Humangenetik.

26.06.2008: Seminar Gesprächsführung

Das Referenzzentrum Mammographie Münster veranstaltet am 26.06.2008 ein Seminar zum Thema Gesprächsführung für Radiologische Fachkräfte in der Mammadiagnostik.
Download Seminarprogramm
Zur Anmeldung

29.05.2008: Informationsveranstaltung in Warendorf

Frau Hurtienne und Frau Dr. Oxenius vom Referenzzentrum Mammographie am Universitätsklinikum Münster informieren Sie und beantworten Ihre Fragen zur Früherkennung von Brustkrebs
Ort: Haus der Familie Warendorf, Hohe Str. 3, 48231 Warendorf
Uhrzeit: 19 Uhr

02.05.2008: Felix-Wachsmann-Preis geht an Frau Brigitte Hurtienne

Die Leitende Medizinisch-Technische Radiologieassistentin, Frau Brigitte Hurtienne, vom Referenzzentrum Mammographie am Universitätsklinikum Münster erhielt auf dem diesjährigen Kongress der deutschen Röntgengesellschaft den angesehenen Felix-Wachsmann-Preis der Akademie für Fort- und Weiterbildung in der Radiologie. Mit dieser Auszeichnung, der an seinen Stifter Prof. Dr. Felix Wachsmann erinnert, werden seit 2001 jedes Jahr fünf Radiologen geehrt, die über mehrere Jahre hinweg erfolgreich Vorträge an der Akademie gehalten haben und von den Teilnehmern mit höchsten Punktzahlen bewertet wurden. Frau Brigitte Hurtienne ist die erste MTRA, die mit diesem Preis geehrt wird. Er ist mit 500,-€ dotiert.

05.04.2008: Prüfung Kontrastauflösungsvermögen Mammographie

Das Referenzzentrum Mammographie Münster und die Prüfstelle für Strahlenschutz GmbH veranstalten am 05. April 2008 einen Kurs zum Thema Kontrastauflösungsvermögen in der Mammographie. Die erfolgreiche Teilnahme an diesem Kurs befähigt zur Durchführung einer zusätzlichen Prüfung zur Abnahmeprüfung nach PAS 1054 auf der Basis der 4th Edition der „European guidelines for quality assurance in breast cancer screening and diagnosis“.
Download Kursprogramm

15.02.2008: Pressemitteilung

In der Pressemitteilung vom 15.02. weist die Bundesministerin Frau Ulla Schmidt auf die verbesserten Heilungschancen bei Krebserkrankungen hin, die vor allem auf die Früherkennungsprogramme, wie z.B. das Mammographie-Screening, zurückzuführen sind. Auf der Fachkonferenz am 8. April in Berlin wird gemeinsam mit dem Bundesministerium für Strahlenschutz und der Kooperationsgemeinschaft Mammographie eine erste Bilanz des Mammographie-Screenings in Deutschland gezogen.
Informationen zum Mammographie-Screening-Kongress

14.02.2008: 2. Industrieforum Mammographie

In der Ärztekammer Westfalen-Lippe fand am 14. Februar das 2. Industrieforum Mammographie statt. Das Referenzzentrum Mammographie Münster hat über 35 Vertreter der Industrie, der Behörden und Medizinphysiker der anderen Referenzzentren zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen. Den Herstellerfirmen von Mammographiegeräten wurde einerseits die Gelegenheit gegeben, die neuesten Entwicklungen vorzustellen, andererseits profitierten sie von den umfangreichen Erfahrungen der Medizinphysiker aus den Referenzzentren. Die verhältnismäßig neue Technik der digitalen Mammographie erfordert in regelmäßigen Zeitabständen angepasste Prüfprozeduren. Diese sollen, wie ein vom Referenzzentrum Münster vorgestelltes Projekt zeigt, jedoch gerade bei der großen Anzahl von zu überwachenden Systemen und dem jetzt schon hohen Arbeitsaufwand der Betreiber optimiert und in Teilen automatisiert werden.

01.01.2008: Info-Faltblatt

Das Referenzzentrum Münster hat dieses auf NRW zugeschnittene Info-Faltblatt herausgegeben.

20.11.2007: Vortrag im Kulturzentrum für Gehörlose in Münster

Am 20. November haben Frau Hurtienne und Frau Dr. Oxenius im Kulturzentrum für Gehörlose in Münster mit Hilfe von Gebärdendolmetscherinnen das Mammographie-Screening für gehörlose Frauen und Frauen im Rollstuhl vorgestellt. Angeregt wurde diese Veranstaltung von Frau Rüter, die Behindertenbeauftragte der Stadt Münster. An dem Informationsabend konnten viele offenen Fragen geklärt werden: Zur Zeit erhalten Frauen im Rollstuhl den Untersuchungstermin im Medical Center an Clemenshospital. Der Zugang zu den Untersuchungsräumen ist barrierefrei. Für die Untersuchung selber besteht die Möglichkeit, das Mammographiegerät so einzustellen, dass die Frauen in ihrem Rollstuhl sitzen bleiben können. Gehörlose Frauen können sich problemlos per Email an die Zentralen Stelle wenden, um Termine zu vereinbaren. Da das Mammographie-Screening eine Kassenleistung ist, werden die Kosten für Gebärdendolmetscher von den Krankenkassen übernommen.

15.11.2007 - 16.11.2007: Referenzzentrum Münster lud zum 3. TQS-Treffen ein

Vom 15. bis zum 16. November trafen sich die Physiker und Ingenieure der fünf Referenzzentren, die das Mammographie-Screening in Deutschland begleiten. Diese bereits zu einer festen Institution gewordenen Veranstaltung dient dem Erfahrungsaustausch und der Vereinheitlichung von Vorschriften entsprechend der Europäischen Leitlinien. Unter anderem wurden Vorgaben für die Industrie festgelegt und bundesweit einheitliche Vorgehensweisen erarbeitet. Der technische Fortschritt der digitalen Mammographie erfordert auch eine Weiterentwicklung der technischen Kontrollen. Hierzu wurden Projekte zur automatischen Auswertung von Aufnahmen der Konstanzprüfung angeregt.

Sept. - Okt. 2007: Plakatwerbung in den Bussen von Münster

Von Anfang September bis Ende Oktober haben alle Busse in Münster für das Mammographie-Screening geworben. Gesponsert hat diese Aktion die Firma Ströer Out-Of-Home Media AG.

31.10.2007: Strahlenschutzexperten der Ministerien besuchen das Referenzzentrum Münster

Viel Lob und Anerkennung haben Prof. Heindel und sein Team für den Aufbau des Screening-Programms in NRW geerntet. Am 31. Oktober haben sich Ministerialdirigent Dr. Karl Eugen Huthmacher, verantwortlich für den Fachbereich Strahlenschutz im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und seine Fachreferenten, sowie Walter Huhn, ebenfalls zuständig für den Strahlenschutz auf Landesebene im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW, im Referenzzentrum Mammographie über die den Stand des Screenings in NRW informiert. Bei dem Besuch der Experten standen vor allem die Umsetzung der Europäischen Leitlinien und die aktuellen Daten zur digitalen Mammographie im Zentrum des Interesses. Das Land NRW hat mit der Einführung der digitalen Mammographie im Rahmen des Screenings Neuland betreten. In ausführlichen Gesprächen und Demonstration haben Prof. Dr. Heindel und Dipl.-Ing. Horst Lenzen die Fragen zur Arbeit des Referenzzentrums beantwortet. Die Ministerien haben daraufhin ein äußerst positives Fazit zum Stand der Umsetzung des Screening-Programms in NRW gezogen.

09.10.2007 - 10.10.2007: Qualitätssicherung im digitalen
Mammographie-Sceening

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Bonn veranstaltete einen zweitägigen internationalen Workshop zum Thema "Bildqualität und Strahlenschutz im Mammographiescreening".
In Anwesend der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patienten und Patientinnen, Frau Helga Kühn-Mengel, Bundestagsabgeordneten, Vertretern der Bundesländer, Mitgliedern der Strahlenschutzkommission sowie Experten aus Belgien, den Niederlanden, England, Frankreich und Deutschland wurde zwei Tage intensiv über das Thema diskutiert.
Herr Dipl.-Ing. Horst Lenzen vom Referenzzentrum Mammographie Münster hat in seinem Vortrag zur „Gerätetechnischen Qualitätssicherung im digitalen Mammo-Screening in Deutschland aus Sicht der Referenzzentren“ über den aktuellen Stand des Screenings berichtet.
Horst Lenzen konnte überzeugend darlegen, dass die in Deutschland eingesetzten Geräte im digitalen Mammographie-Screenings, vor allem in Bezug auf die Strahlenexposition und Bildqualität, den Europäischen Leitlinien entsprechen. Dies wurde durch Beiträge aus anderen Mitgliedstaaten bestätigt. Gerade das strenge Vorgehen der Referenzzentren bei Qualitätsmängeln wurde ausdrücklich gelobt.

08.10.2007: Bettina Böttinger in Münster

Am 8. Oktober hat Bettina Böttinger in der Rüstkammer des Rathauses von Münster gemeinsam mit Birgit Fischer (ehemalige NRW-Gesundheistministerin), Petra Jebali (Psychoonkologin), Anne Gau (Screeningteilnehmerin) und Prof. Heindel über die Früherkennung von Brustkrebs diskutiert. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage der psychischen Belastung für die Frauen, die am Screening teilnehmen. Zwischen dem Untersuchungstermin und dem schriftlichen Bescheid vergehen aufgrund der Doppelbefundung einige Tage. Diese Zeit der Ungewissheit und das Warten auf die Ergebnisse der Untersuchung ist für viele Frauen mit starken ängsten verbunden. Diskutiert wurde in der Runde vor allem auch die Frage, wie Ärzte und MTRAs mit diesen ängsten umgehen.

20.08.2007: Neue Plakate

Das Referenzzentrum hat zwei neue Plakate.
      

30.05.2007: Besuch von Minister Pinkwart

Am 30. Mai besuchte Minister Pinkwart das Referenzzentrum und informierte sich über den neuesten Stand des Screening-Programms in NRW und über das EU-Forschungsprojekt „High Resolution X-ray Imaging for Improved Detection and Diagnosis of Breast Cancer“.

Von links nach rechts: Prof. Walter Heindel, Prof. Ursula Nelles, Rektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW, Prof. Volker Arolt, Dekan der medizinischen Fakultät.

16.02.2007: Pressekonferenz im Referenzzentrum Münster

Gemeinsam mit dem Staatssekretär des Bundesgesundheitsministeriums, Dr. Klaus Theo Schröder, stellte Univ.-Prof. Dr. Walter Heindel die ersten Ergebnisse des Screening-Programms in Nordrhein-Westfalen auf der Pressekonferenz am 16. Februar vor:
In Münster nimmt das erste digitale Referenzzentrum der Bundesrepublik alle seine Funktionen und Aufgaben wahr. In der Qualitätssicherung werden zur Zeit 124 Mammographie-Einheiten aus 37 Screening-Einheiten bundesweit betreut. In einem zertifizierten Kursprogramm wurden mehr als 200 radiologische Fachkräfte und mehr als 300 Ärzte auf das Screening-Programm vorbereitet. In NRW ist das Screening-Programm nach den europäischen Leitlinien fast flächendeckend umgesetzt. Das Teilnahmeverhalten im ersten Jahr ist mit über 50 % unerwartet hoch (106.000 Frauen haben am Screening bereits teilgenommen). In der Referenz-Screening-Einheit Coesfeld/Münster/Warendorf wurden bei der Untersuchung von 13.516 Frauen 151 Mamma-Krazinome (1,1%) nachgewiesen, die meisten von ihnen in einem frühen Stadium gemäß der europäischen Standards der Tumorgrößenverteilung. Ein Jahr nach der offiziellen Eröffnung des Referenzzentrums ist NRW eines der ersten Bundesländer, wo das Mammographie-Screening gemäß der europäischen Leitlinien flächendeckend für alle Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren angeboten wird.

06.01.2007: Erster bundesweiter Kurs zur CDMAM-Prüfung

Am 6. Januar 2007 wurde der erste Kurs in Deutschland zur Prüfung der Kontrastauflösung von Mammographiegeräten (CDMAM) in Münster durchgeführt. Nach Vorgaben des Bundesministeriums für Umwelt wurden 20 erfahrene Medizinphysiker, Sachverständige und Prüfer der Industrie unter Leitung von Dipl.-Ing. H. Lenzen vom Referenzzentrum Münster und Prof. K. Ewen von der Prüfstelle für Strahlenschutz von einem 7-köpfigen Dozententeam in die Thematik eingearbeitet. Neben Vorträgen zur Informationstheorie und zum mathematisch-physikalischen Modell der Prüfung konnten die Teilnehmer in kleinen Gruppen das komplexe Auswerteverfahren an diagnostischen Workstation erlernen. Neben der visuellen Auswertung wurden auch die Vor- und Nachteile einer zukünftigen automatischen Auswertung diskutiert.
      

15.11.2006 - 18.11.2006: Das Referenzzentrum präsentiert sich
erfolgreich auf der Medica

Mit viel positiver Resonanz vom Fachpublikum hat sich das Referenzzentrum Mammographie Münster auf der diesjährigen Medica in Düsseldorf vorgestellt. Bei seinem Rundgang auf dem NRW-Stand ließ sich der Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW, Professor Dr. Pinkwart, sehr ausführlich von Univ.-Prof. Dr. Walter Heindel, Leiter des Referenzzentrums Mammographie, die Arbeit des Referenzzentrums erklären. Das Referenzzentrum in Münster hat in kürzester Zeit vollkommen neue logistische Strukturen aufgebaut, um das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening in NRW auf den Weg zu bringen. Außerdem hat das Team von Univ.-Prof. Heindel eine spezielle Software entwickelt, um in Zukunft alle Daten, die das Screening betreffen, wissenschaftlich zu verarbeiten. Minister Pinkwart zeigte sich vor allem von den neuen Möglichkeiten der wissenschaftlichen Krebsforschung beeindruckt, die mit der systematischen Erfassung aller relevanten Daten im Referenzzentrum Mammographie geschaffen wurden. In Zusammenarbeit mit dem Epidemiologischen Krebsregister NRW wird es zukünftig möglich sein, präzise zu belegen, wie häufig Brustkrebs in welchem Alter und in welchem Stadium auftritt und damit die Methoden der Brustkrebsfrüherkennung zu verbessern.

13.11.2006: Bettina Böttinger übernimmt die Schirmherrschaft
über das Mammographie-Screening in NRW

"Früherkennung rettet Leben. Deshalb unterstütze ich das Mammographie-Screening als gutes und schonendes Verfahren!" Unter dieses Motto stellt die bekannte Fernsehmoderatorin Bettina Böttinger ihre Schirmherrschaft über das Mammographie-Screening in Nordrhein-Westfalen.

12.11.2006: Ausstellung "Frauen-Facetten-Figuren"

Am 12. November 2006 zeigte Ali Eameri seine Ausstellung "Frauen-Facetten-Figuren" in der Mammographie-Praxis Königsstraße. Die Ölbilder auf Leinwand beeindrucken durch ihre Expressivität und Farbintensität und verdeutlichen die Vielschichtigkeit von Frauenleben.

19.10.2006: Expertenanhörung im Deutschen Bundestag

Am 19. Oktober 2006 fand im Deutschen Bundestag eine Anhörung zum technischen und physikalischen Stand des Mammographie-Screenings statt. In Anwesenheit von Frau Kühn-Mengel, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten, und dem Staatssekretär Dr. Schröder vom Bundesministerium für Gesundheit, sowie Abgeordnete aller Fraktionen konnte Dipl.-Ing. Horst Lenzen, Leiter der Medizinischen Physik am Referenzzentrum Mammographie Münster, verdeutlichen, dass beim Screening in Deutschland die strengen Europäischen Leitlinien (EUREF) eingehalten werden. Bei der Strahlenexposition werden die Grenzwerte nach EUREF sogar weit unterschritten. Täglich prüfen speziell ausgebildete Medizinphysiker alle im Screening betriebenen Geräte. Nur wenn alle Messwerte innerhalb der Norm liegen, geben die Medizinphysiker das Gerät für diesen Tag frei. Kein Medizingerät in Deutschland wird derzeit so streng kontrolliert wie ein Mammographiegerät im Screening.

17.10.2006: Industrie-Workshop in Münster

Das Referenzzentrum Mammographie Münster hat am 17. Oktober 2006 Vertreter der Industrie zu einem Workshop rund um das Thema Strahlenexposition und Bildqualität von Mammographiegeräten eingeladen. Die Mitarbeiter der Referenzzentren Mammographie Berlin, Bremen und München sowie Mitarbeiter von Fuji, Agfa, Kodak, Medicor, Philips, MTS, GE, Sectra und Siemens haben sich an dem regen Informationsaustausch über den technische Stand von Mammographiegeräten beteiligt.

11.10.2006: Frauenverbände informieren sich in Berlin
über den Stand des Mammographiescreenings

Am 11.Oktober fand in Berlin ein Informationstreffen zum Stand des Mammographie-Screenings in Deutschland statt. Die Kooperationsgemeinschaft Mammographie hatte hierzu verschiedene Frauenverbände eingeladen. Auf dem Treffen stellte Frau Univ.-Prof. Dr. Heywang-Köbrunner, Leiterin des Referenzzentrums Mammographie München, den Abschlußbericht der Modellprojekte in Bremen, Werser-Ems und Wiesbaden vor. Dipl.-Ing. Horst Lenzen, Leiter der Medizinischen Physik am Referenzzentrum Mammographie Münster, berichtete über erste Ergebnisse zu Strahlenexposition und über die eingesetzte Gerätetechnik. Dabei wurde deutlich, dass die einzelnen Screeningeinheiten die Dosisgrenzwerte nach den Europäischen Leitlinien weit unterschreiten und zudem eine hohe Bildqualität erreicht wird. Die Vertreterinnen der Verbände zeigten sich sehr zufrieden mit der bisher erreichten Teilnahmerate und den erheblichen Aufwendungen, die für die Sicherheit bei Diagnosefindung und Strahlenschutz für die Frauen bereitgestellt werden. Andererseits mahnten sie an, die Flächendeckung in der Bundesrepublik zügiger voranzutreiben. Bisher wurde lediglich in Nordrhein-Westfalen eine Flächendeckung von über 80% erreicht.

21.02.2006: Offizielle Eröffnung des Referenzzentrums Münster

Das erste Referenzzentrum Mammographie bundesweit, ist am 21. Februar in Münster offiziell eröffnet worden.
Gesundheitsminister Laumann betonte, dass Nordrhein-Westfalen mit diesem wichtigen Schritt zur Etablierung des Mammographie-Screenings eine Vorreiterrolle einnimmt.

Stellungnahmen zur Abmahnung "Qualitätssicherung nach DIN"

Arbeitsgemeinschaft Physik und Technik